Satire, Escapismus oder Fallstudie? Was die Milliardärinnen-Romane wirklich sind!
Sind unsere Milliardärinnen-Romane Satire, reiner Escapismus oder verkappte Findom-Fantasien? Der Autor erklärt das Selbstverständnis hinter der Reihe.
Was ist das hier eigentlich?
Viele Leserinnen und Leser vermuten hinter den Milliardärinnen-Romanen zunächst einen Scherz, reine Satire. Nein! Das ist es hier nicht. Und trotzdem: Es ist mir als Autor wichtig, die Geschichten immer mit einem Augenzwinkern zu erzählen – mit ein, zwei Prisen Humor, damit daraus kein staubtrockener Business-Aufsatz wird!
Was mich an klassischer Milliardärs-Romance stört
Was mich an Milliardärs-Romance – und ehrlich gesagt auch an Rosemunde-Pilcher-Filmen und ähnlichem – seit jeher gestört hat: Die Protagonisten haben stets unendlich viel Zeit füreinander. Es wird suggeriert, reiche Menschen würden kaum arbeiten und ihre Priorität liege auf Partnerfindung, Partnerpflege und ewiger Zweisamkeit unter Palmen.
Die Realität des Milliardärslebens könnte davon nicht weiter entfernt sein: Milliardäre arbeiten hart, kümmern sich intensiv um Vermögen und Besitz und sind mindestens genauso in ihre Firmen verliebt wie in ihre Partner. Genau diese – zugegeben unliterarische – Realität möchte ich in meinen Romanen abbilden.
Escapismus – für Männer und für Frauen
Klar sind die Milliardärinnen-Romane auch Escapismus. Die typische Ausgangssituation: Ich angle mir eine Milliardärin – und nun?
- Der erfolglose Autor, der dank seiner Schreibkunst Fanpost einer Milliardärin erhält
- Der einfache Arbeiter vom Fließband, der dank seiner Courage ein Date im Berliner Adlon erlebt
- Der Schullehrer, der sich dank Charme und Witz am Elternabend eine ultrareiche Frau angelt
- Der Berufsfeuerwehrmann, der seine Jugendliebe am Klassentreffen zurückerobert – und in die unromantische, globalistische Milliardärinnen-Welt eintauchen „darf“
- Oder, eines der bislang beliebtesten Bücher: Ein Escort-Model packt aus – die Phantasie, was ein männliches Model erlebt, das seine Dienste an die reichsten der Reichen verkauft
Keine Findom-Storys!
Manche werden sich fragen, ob unsere Romane nicht doch verkappte Findom-Geschichten (Financial Domination – zu Deutsch: Geldherrinnen-Geschichten) sind. Beim Stichwort „reiche Frau, armer Mann“ schwingen unterschwellig oft Unterwerfungs- und Dominanzphantasien mit. Doch nichts liegt mir ferner: Die männlichen Charaktere in meinen Büchern sind gefestigt, selbstbewusst, stehen mit beiden Beinen im Leben – und haben keinerlei Absicht, sich zu unterwerfen!
Ebenfalls keine Pornographie!
Unsere Protagonisten lieben zwar ihre gemeinsamen Schäferstündchen – aber wir verzichten in den Milliardärinnen-Romanen grundsätzlich auf detailreiche Beschreibungen von Sex. Das ist keine Verlegenheitslösung, sondern bewusste Tradition: Bevor ich mit dieser Reihe begann, habe ich selbst etliche klassische Fürstenromane gelesen – auch dort: wenig bis kein Porno!
Offenbar braucht es explizite Szenen gar nicht, um Leserinnen und Leser in eine glamouröse, gefühlvolle Welt zu entführen.
Fallstudie Ultrareichen-Literatur am Beispiel von „Die Milliardärin“
In den meisten unserer Romane geht es um zwei Handlungsstränge: Ein „ärmerer Mann“ verliebt sich in eine High-Earnerin. Und zweitens: die High-Earnerin selbst kämpft mit den Tücken des Ultra-Reichtums, den Zwängen ihres Lifestyles oder gar ihrer eigenen Attitüde. Konkrete Beispiele solcher Fallstudien in unseren Romanen:
Fallstudie: Reichtum für Timing, Macht und Zugang
- Die globalistische Gold- und Silberspekulantin Tanya J. Foss (Die Milliardärin auf Klassen-Treffen) nutzte legale Short-Positionen, um am Silberkurs-Crash Ende Januar 2026 ein Vermögen zu verdienen – einen entscheidenden Anruf erhielt sie exakt im richtigen Moment. Denn Ultrareichtum bedeutet oft weniger überlegene Intelligenz als vielmehr Zugang zu Informationsnetzwerken, die normalen Marktteilnehmern verschlossen bleiben.
Fallstudie: Wenn Verlust das Herz verhärtet
- In Die Milliardärin und der erfolglose Autor ist die Protagonistin eine vierfache Witwe, die den Glauben an die Liebe längst aufgegeben hatte – ihr Nervenkostüm in dieser Hinsicht ist dünn gestrickt. Kurioserweise verbindet sie das auf eigene Art mit dem Autor.
Fallstudie: Reichtum und Genuss-Unfähigkeit
- Im stimmungstechnisch düstersten Roman der Serie, Die Milliardärin und die schreckliche Diagnose, steht eine Selfmade-Tech-Milliardärin im Mittelpunkt, deren Leben aus purer Effizienz und Leistungsbereitschaft besteht – statt aus Genuss oder Familienleben. Die Fallstudie: eine Frau mit 1,1 Milliarden Net Worth, die bescheidener lebt als ihre eigenen Angestellten.
Spielen echte Ereignisse des Weltgeschehens in Ihren Büchern eine Rolle?
Ja, und das ist mir sogar sehr wichtig – es soll uns zusätzlich von klassischen Escapismus-Romanen abheben. Einige Beispiele:
- Im Roman Die Milliardärin auf Klassentreffen ist die Protagonistin eine der Verursacherinnen des Silberkurs-Crashs von Anfang 2026. Im selben Buch trifft ein Raketenteil im Zuge des Iran-Kriegs die Villa in Abu Dhabi, die daraufhin in Brand gerät.
- Im Buch Die Milliardärin und das Weihnachtsgeschenk ist die womöglich politisch gewollte Deindustrialisierung Deutschlands satirisch aufgegriffen.
- In den Büchern Die Milliardärin und die doppelte Scheidung sowie Das irrsinnige Leben der Krypto-Queen stehen Frauen im Mittelpunkt, deren reale Existenz – ob tot oder lebendig – purer Zufall wäre.